Die Vernestung öffentlicher Räume | Liz Bachhuber, Weimar

Liz Bachhuber bei der Arbeit in Jena 2014, Foto: Verena Krieger.

Sonderführung

Bereits 19 Stunden nach der Eröffnung mäandert Liz Bachhuber mit uns erleichtert fragend und anekdotisch antwortend durchs Labyrinth ihrer Schau, die natürliches Werden und menschliche Hinterlassenschaft in sich eint: «Schon als Kind war Bachhuber fasziniert vom Flug der Zugvögel — vor allem der Gänse, die ihre Heimat in Wisconsin querten. Später richtete sich die Faszination auf die Krähenscharen, die sich ‹wie die Seelen der Toten› in düsterer Wolke von Buchenwald nach Weimar bewegten.» (David  Galloway) «Mit der Wahl des Nestes als einem Leitmotiv in ihrem Œuvre berührt Liz Bachhuber elementare Aspekte des Verhältnisses der Menschen zur Natur, deren Teil sie sind und der sie doch gegenübertreten. Das Nest — zart, klein und schutzlos im Vergleich zu unseren menschlichen Behausungen — ist ein Ur-Ort unseres Kindseins, mit ihm sind die elementarsten Bedürfnisse nach Schutz, Sicherheit und Wärme verbunden. (…) Dass Liz Bachhubers Nester Naturprozesse aufgreifen und sich in sie einfügen, bedeutet keineswegs, dass sie in der Natur aufgehen würden.» (Verena Krieger) 

Anneke FSJ (19.09.2019)

Sonntag, 24. November 2019, 15 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!