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Brotlose Kunst

Wikipedia formuliert es so: Brotlose Kunst bezeichnet Tätigkeiten und Handlungen, in der Regel beruflicher Art, die für den Ausführenden zwar wichtig sind, von anderen allenfalls als interessant empfunden werden, aber nicht in ausreichendem Maße zum Lebensunterhalt des Ausführenden beitragen.

Der Künstler ist eine beliebte Spezies für Klischees. Im günstigsten Fall ist es Neid, im Regelfall jedoch die spöttische Abwertung einer Lebensführung. Erst wenn die Selbstversorgung dauerhaft gelingt, kann der Künstler auf Anerkennung hoffen, der Grat zwischen Taugenichts und Genie ist dabei schmal. Der Weimarer Pianist und Kulturschaffende Daniel Heide fühlt seinen Gästen in dieser Gesprächsreihe auf den Zahn und befragt sie zu Hingabe und (Selbst-)Aufgabe ihres (künsterlischen) Tuns, dem Leben zwischen Alltag und Öffentlichkeit und hinterfragt auch aktuelle Bildungsverläufe künstlerischer Berufe. 

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Various Sources

Brotlose Kunst #4 | Daniel Heide trifft Thomas Thieme, Weimar/Berlin

Zwischen Harmonie und Kontroverse — Daniel Heide trifft Schauspieler Thomas Thieme. Foto: Guido Werner.

Gespräch zum Sein und Werden in der Kunst

Thomas Thieme ist einer der bekanntesten deutschen Mimen auf Theaterbühne und Kinoleinwand. Seine Karriere begann in der DDR und gewann an Fahrt, nachdem er 1984 in den Westen ausreisen durfte. Schaubühne Berlin, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Burgtheater Wien, unzählige Filme (darunter der oscarprämierte Film Das Leben der Anderen) — aus dem kleinen Kulissenschieber am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde ein vielbeachteter Schauspieler und Regisseur, der unangepasst sein Ding macht und auch die Kontroverse wie jüngst um den zurückgewiesenen Weimar-Preis nicht scheut. Doch der ewige Weimarer möchte er nicht sein, pendelt nach Berlin, zwischen Metropole und Weltprovinz. Letztere verbindet ihn mit Gastgeber Daniel Heide. Hier kreuzen sich ihre Wege immer wieder, hier ist Raum für Diskurs.

Thomas Thieme erhält am 18. Februar 2020 mit Eröffnung der diesjährigen Berlinale den Askania Award für sein schauspielerisches Lebenswerk.

Im vierten Gespräch der Reihe geht es um das Sein und Werden in der darstellenden Kunst. Das Gesprächsformat ist Aufklärung, Unterhaltung und Plauderei zugleich. Unaufgeregt anregend nähert es sich dem künstlerischen Metier des jeweiligen Gastes. Der Kunst und dem Künstler wird auf den Zahn gefühlt und ein Exkurs ins Unterholz des Kunstbetriebes aus möglichst vielen Perspektiven gewagt.

Anneke FSJ (17.01.2020)

Donnerstag, 20. Februar 2020, 20 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € | erm. 2 € | Tafelpass 1 €